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Whisky war nicht das erste alkoholische Getränk, das auf amerikanischem Boden gebrannt wurde, sicher aber das bedeutendste.
Denn erst mit den Einwanderungswellen der Iren und Schotten kam eine verbesserte Art der Whiskydestillation in die neue Welt. Je weiter die Siedler nach Westen kamen, desto schwieriger wurde es, geeignete Getreidesorten anzubauen. Deshalb wurde eine bereits heimische Pflanze, Mais, für die Destillation verwendet. Bereits 1779 wurde gesetzlich festgelegt, dass Bourbon aus mindestens 71 % Mais bestehen muss. Roggen und Gerste geben dem Bourbon das zusätzliche Gerüst. Allerdings schützte erst 1993 ein Gesetz Bourbon als ureigenes amerikanisches Produkt.
Mindestlagerzeit von 3 Jahren, ein Alkoholvolumen von mindestens 40 % und ein Verbot von künstlichen Farb- und Aromastoffen sind weitere Vorschriften. Dies ist aber nur ein Teil dessen, was einen Bourbon von seinen transatlantischen Verwandten unterscheidet, ein weiterer ist die besondere Vergärung des Getreides im Sour Mash-System.Hierbei wird ein Teil der bereits vergorenen, inzwischen sauer gewordenen Maische zurückbehalten, um damit einen neuen Gärprozess in Gang zu bringen.Sein typisches vanilliges Aroma erhält er durch die Lagerung in neuen ausgeflammten Holzfässern aus amerikanischer Weißeiche.
Woodford Kentucky Straight Bourbon gibt es erst seit 1997 wieder, es ist aber einer der ältesten und ehrwürdigsten Namen der amerikanischen Whiskygeschichte. Etwa fünf Meilen südlich von Frankfort (der Hauptstadt von Kentucky), in Versailles, liegt die Destillerie, die eher wie eine Farm aus dem 19 Jahrhundert anmutet. Elijah Pepper baute, aus Virginia kommend, an der Quelle Glenn’s Creek seine eigene Destille. Nach guten Anfangserfolgen engagierte er den Schotten Dr. James Crow, Arzt, Chemiker und angesehener Brennmeister. Dieser perfektionierte die Sour Mash-Methode so weit, dass diese Methode bis heute noch maßgeblich für die gesamte Bourbon-Produktion ist. 1940 wurde die Brennerei für nur 75.000 US-Dollar an den Konzern Brown-Forman verkauft, inklusive über 25.000 Fässern mit hochwertigen Whiskys. Dieser Lagerbestand sicherte das Überleben der Firma während des Krieges.
Leider musste die Destillerie jedoch im Zuge des stark rückläufigen Bourbon-Geschäfts 1970 geschlossen werden. Das Grundstück wurde verkauft und es schien, als wäre einer der besten Bourbonwhiskys für immer von der Bildfläche verschwunden. In den 1990er Jahren stieg die Nachfrage nach so genannten „Small Batch Bourbons“, d.h. Sorten aus kleiner selektierter Produktion – wie dem Woodford Kentucky Straight Bourbon. 10 Millionen Dollar wurden für das Grundstück und die Renovierung bezahlt.
Im Herbst 1996 konnte die Produktion wieder aufgenommen werden. Als einzige Brennerei in den USA verwendet die Destillerie ausschließlich Pot Still-Kolben aus Schottland. Natürlich wird hier kein Single Malt nach Schottischem Vorbild produziert, sondern ein Bourbon aus 72 % Mais, 18 % Roggen und 10 % gemälzter Gerste.
Zur Verwirrung taufte man die Brennerei 2003 kurzerhand in Woodford Reserve um, nachdem sie vorher noch traditionell Labrot and Graham geheißen hatte.
Probieren Sie den Whisky des Monats: Woodford Reserve
| Farbe |
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bernsteingelb. |
| Duft |
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intensive Vanille-Karamell-Note, leicht lederartige Anklänge. |
| Aroma |
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Toffee, Karamell mit leichten Leder- und Tabakanklängen
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| regulärer Preis: € 36,50 |
Angebot: € 33,00 |
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